#Rauhnächte & Kräuter – Wintersonnwende

Die Wintersonnwende ist der Wendepunkt im Jahreskreis, an dem das Licht wieder zurück kehrt. Tag für Tag ein bis zwei Minuten. Am Anfang noch nicht so spürbar, aber Ende Januar ist es dann schon wieder eine Stunde heller am Tag.

Doch nun beginnt erstmal, die „stade Zeit“ – eine Zeit der Stille, der Innen- und der Rückschau auf das alte Jahr. Und damit auch einer inneren Vorschau auf das kommende Jahr. Diese Zeit ist gut geeignet, einen Blick in die Zukunft zu werfen, deren Gestalter man selbst ist und sich Fragen für die Zukunft zu stellen. Eigene Ziele überdenken und vor allem mit der Natur in Kontakt zu treten. Der eigenen und der im Außen.

Geräuchert wird schon seit vielen Jahrhunderten in bäuerlichen Kulturen. Vor allem wurde es zur Hausreinigung eingesetzt. Auch im Hof und in den Ställen der Tiere wurde geräuchert. Die Kräuter, die beim Räuchern verbrannt werden, haben durch ihre Inhaltsstoffe tatsächlich eine desinfizierende Wirkung. Dazu wird ihnen auch noch eine magische Wirkung zugesprochen. Vor allem an den den Winter- und den Sommersonnwenden, den Frühlings- und Herbst Tag- und Nachtgleichen wurde geräuchert. Im Vorfrühling, um den Winter auszutreiben, im Mai, um den Sommerbeginn zu feiern, im August den Beginn der Erntezeit oder im November den Anfang der dunklen Jahreszeit zu begehen – an Samhain, auf den das heutige Halloween zurückgeht. Die Namen dieser Jahreskreisfeste wie Imbolg (1. Februar), Beltane (1.Mai), Lughnasad (1. August) oder eben auch Samhain (1. November) deuten auf irisch-keltischen Ursprung hin.

Rauhnächte, die drei Linden von Kürzell, Naturdenkmal. Uralte Bäume, Wintersonnwende
Wintersonnwende. Die drei Linden von Kürzell © Foto: Ute Mangold

#Räucherritual Wintersonnenwende ~ 21. Dezember

Die Wintersonnenwende oder Julnacht ist die längste Nacht des Jahres. Sie markiert einen Wendepunkt – die Wiedergeburt des Lichts – und leitet die Raunächte ein.

  • Schreibe Dir auf, was Du in diesem Jahr noch loslassen möchtest und verbrenne den Zettel.
  • Räuchere Deine Räume*
  • Ziehe eine Orakelkarte (z.B. aus dem Tarot) für das kommende Jahr
  • Schreibe eine Wunschliste für das neue Jahr

~ Thema Reinigung

Dazu passt das Johanniskraut, als Kraut des Lichts. Eine Pflanze, die die Sonnensignatur in sich tragen soll. Die zum Sonnenhöchststand an Johanni geerntete Lichtblume spendet Balsam der Seele und sogar wissenschaftliche Erkenntnisse belegen ihre Heilwirkung als Antidepressivum. Es ist als ob sie das Sommerlicht in sich gespeichert hat.

Das Johanniskraut eignet sich auch hervorragend zum Spannungsabbau, zum Beispiel nach Streit. Das haben wir selbst erfahren dürfen 😉 Und ja, es hat funktioniert!

 

    Raunächte, Salbei, Makrofoto
    Macrophotography © Ute Mangold, wiesengenuss

    Marlis Bader empfiehlt in ihrem Buch Räuchern mit heimischen Kräutern  u.a. auch Alantwurzel, Beifuß, Fichtenharz, Tannenharz, Myrrhe, Rosenblätter und Weihrauch als Räucherpflanzen zur Wintersonnenwende.

    *Tipp: Getrocknete Kräuter bekommst du bei der Apotheke oder im Internetversand. Gewürze wie Beifuß, Thymian, Salbei oder Wachholder im Lebensmittelladen. Räucherkohle kann man ebenfalls bestellen. Tipps zum Räuchern siehe unten.

    Räucherschale mit Lorbeer und Kräutern
    von dem wunderschönen Blog von Sandra Benzing zu den Raunächten

    Räucherritual

    Räuchern ist leicht und du brauchst dafür auch keine teuren Zutaten.
    Nimm dir für Dein Räucherritual
    – eine hitzebeständige Schale oder eine kleine Pfanne*,
    – fülle etwas Sand (z.B. Vogelsand) hinein und
    – lege Räucherkohle (es gibt dafür spezielle Räucherkohle) in den Sand.
    – Zünde die Kohle an und warte einen Moment Zeit, bis sich eine graue Ascheschicht auf der Kohle gebildet hat, dann hat sie die richtige Temperatur zum Räuchern und die Pflanze verbrennt nicht. (Das kann 10 bis 15 Minuten dauern).
    – Lege dann eines deiner Kräuter oder eine Kräutermischung auf die Kohle.
    – Wenn du Harz verwendest dann nimm kleine Weihrauch oder Myrrhestückchen und
    . stelle deine Schale in den Raum, den du reinigen möchtest.
    – Oder gehe damit durch das ganze Haus. Den Hof, den Garten – alle Räume, die dir wichtig sind und die du reinigen möchtest.

    Ich bin bei diesem Ritual am liebsten alleine unterwegs, reinige die Räume. Es ist wie eine Meditation, Zeit zur Ruhe zu kommen – um dann wieder innerlich erfüllt in den Trubel zu gehen.

    Tipps: *)Oben ist eine wunderschöne Muschelschale abgebildet vom Blog von Sandra Benzing. Ich verwende bisher dafür eine kleine Kupferpfanne dazu.

    Wenn Du möchtest, kannst Du innerlich oder auch laut ein Mantra oder Deine Absicht wiederholen, während Du mit Deiner Feuerschale langsam durch die Wohnung gehst.

      Rauhnächte, Collage mit verschiedenen Symbolbildern

      Wenn dir der Blogbeitrag gefallen hat oder du noch Fragen und Anregungen hast, dann freue ich mich über eine Nachricht oder einen Kommentar von dir.

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