Ayurveda & Spices

Der Begriff „Ayurveda“ setzt sich zusammen aus „ayu“ = Leben und „veda“ = Wissen. Wie die Biologie, die Lehre vom Leben „bios“ = Leben und „logos“ = Wissenschaft.

So ist es für mich als Biologin naheliegend, mich mit dieser alten Heilkunde, die es seit über 5000 Jahren gibt, zu beschäftigen.

„Unsere Sinne sind der beste Wegweiser: Sie zeigen uns, ob das Essen für uns geeignet ist und ob es alles enthält, was wir genau zu diesem Zeitpunkt benötigen.“ (Nicky Sitaram Sabnis)

Den Anfang macht ein Rezept:

GREEN CURRY mit Garnelen, Koriander und Brokkoli

ZUTATEN
für vier Personen

500 g Brokkoli
400 g breite Reisbandnudeln
Green Curry Paste (ca. 50 g)
400 ml Bio-Kokosmilch 
300 ml Gemüsebrühe
1 EL Ghee (geklärte Butter) oder Pflanzenöl
ggf. noch etwas Fischsauce

Den Brokkoli waschen und in kleine Röschen zerteilen und dann zusammen mit den Reisnudeln in kochendes Salzwasser geben. Das ist der ganz besondere Trick bei diesem Rezept! Es dauert nur etwa 4- 6 Minuten bis beide gar sind! 

In einer Pfanne oder im Wok, Ghee oder Öl erhitzen und die Currypaste darin schmelzen. Bevor sie anbräunt, mit Kokosmilch ablöschen. Die Gemüsebrühe dazu geben. Mit Fischsauce würzen. Aufkochen lassen, die Hitze wieder reduzieren und die Garnelen darin garen bis sie rosa sind.

Danach die Nudeln und den Brokkoli herausnehmen, abseihen und in eine Schüssel oder Schale geben.  Die Green Curry Sauce und die Garnelen darüber geben. Mit frischem Koriandergrün und Limettenscheiben garnieren. Als weitere Kräuter eignen sich auch Kaffirlimettenblätter und Thai-Basilikum.

GREEN CURRY – Paste
(nach Yotham Ottolenghi „Genussvoll vegetarisch“)
1 Bund Koriandergrün (nur die Blätter)
1 Stück Galgant (etwa 3cm)
4 Kaffirlimettenblätter
2 kleine Chilischoten (von den Samen befreit und grob gehackt)
1 Knoblauchzehe
2 Schalotten grob gehackt
2 TL Koriandersamen
1 TL Cuminsamen (oder Kreuzkümmel)
1 Limette (die Schale abreiben und den Saft ausdrücken)
1 TL brauner Roh-Rohrzucker
400 ml Kokosmilch
4 EL Sesamöl

Alle Zutaten in einen Mixer geben und so lange klein hacken bis eine grüne Curry Paste entstanden ist. Zum Abrunden das Sesamöl ganz zum Schluß darüber geben.

Dazu gab es bei uns Garnelen. Es kann jedoch auch mit Hähnchen oder Tofu zubereitet werden.

AYURVEDISCHES
oder warum macht Green Curry glücklich?

Doshischer Einfluss
Dies ist ein Gericht, das auf tridoshitische Weise zubereitet werden kann. Kokosmilch ist nahrhaft und beruhigend für Vata- bzw. Pitta-Doshas. Die verwendeten Gewürze sind verdauungsfördernd und helfen, die Verdaulichkeit des Gerichts zu verbessern, jedoch können einige dieser Gewürze im Übermaß Pitta verschlimmern. Wenn diese in Maßen verwendet werden, gibt es kein Problem. Beispiele für diese Gewürze und Kräuter sind Ingwer, Knoblauch, grüne Chilischoten, Pfeffer und Zitronengras. Auf der anderen Seite helfen diese scharfen Gewürze und Kräuter dabei, einige der Kapha-/schweren Eigenschaften von Zutaten wie Tofu, im Laden gekaufter Kokosmilch, weißem/braunem Reis usw. auszugleichen. Gewürze wie Koriandersamen und Kräuter wie Koriander sind sowohl verdauungsfördernd als auch kühlend, wodurch einige der zuvor erwähnten scharfen und erhitzenden Gewürze ausgeglichen werden.

Grüne Paste Zutaten
Zitronengras (beruhigt Kapha), Schalotten (beruhigt Vata, Pitta), Knoblauch (beruhigt Vata, Pitta), Ingwer (beruhigt alle drei Doshas), Koriander (beruhigt alle drei Doshas), Basilikum (beruhigt Vata und Kapha), Fisch Soße (beruhigt Vata und Kapha), Kreuzkümmel (beruhigt Vata und Kapha), Koriander (beruhigt alle drei Doshas), Chilis (verschlimmert Pitta, beruhigt Kapha)

Geschmäcker (Rasa)
süß (Kokosmilch, Tofu), sauer (Limettenschale, Zitrone), salzig (Salz), bitter (Zitronengras, Koriander, Koriandersamen, Limettenschale), scharf (Pfeffer, Kreuzkümmel, Chilis, Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebeln), adstringierend (Spinat, Koriander, Zitronengras).

Auswirkungen auf den Geist (Gunas)
Dieses thailändische grüne Curry-Rezept kann, wenn es mit frischen Zutaten von Grund auf und mit einem milden, aber würzigen Unterton zubereitet wird, ein sattvisches Gericht sein, das den Geist beruhigt und den Körper nährt. Die Verwendung von zu vielen scharfen Zutaten kann dies zu einem rajasischen Gericht machen. Die Verwendung alter, abgestandener Zutaten oder zu viele mit Konservierungsstoffen beladene, im Laden gekaufte Saucen können dies zu einem tamasischen Gericht machen.

Quellen
AYURVEDA – Wissenschaft vom Leben 
Ayurvedic Thai Green Vegetable Curry
https://www.ayurshilpi.com/post/ayurvedic-thai-green-vegetable-curry
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