#Es wird bunt! Was haben bunte Gemüse mit Detox zu tun?

Immer der Nase nach – und den Augen

Detox ist jetzt wieder in aller Munde. Es ist Februar, die Sonne scheint wieder stärker und der Körper stellt sich so langsam auf Frühling ein. Doch kennst du das Gefühl, irgendwas belastet dich? Irgendwas bremst. Du fühlst dich nicht frisch. Verstopft? Eine Kur muss her… Früher hieß das Entschlacken – heute Detox. Aber wie geht das und womit? Mit gesundem Gemüse, Obst? Welches?

Immer der Nase nach – und den Augen. „Überlassen Sie es Ihren Sinnen, die gesunden Lebensmittel auszuwählen. Es gibt einen guten biologischen Grund dafür, dass Sie von den leuchtenden Farben der Obst- und Gemüseabteilung angezogen werden: In vielen Fällen sind diese Farben die Antioxidantien.“ schreibt Dr. Greger in seinem Buch: „How not do die“.

Und dieser gute biologische Grund sind die Farbstoffe der Pflanzen. Die Pflanzenpigmente. Und das, was man riecht und schmeckt – die Aromen. Und auch die Bitterstoffe, die scharfen und bitteren Inhaltsstoffe der Kreuzblütler (Kohl) und Lauchgewächse, die ebenfalls von gesundheitlichem Nutzen sind. Nur sind diese leider herausgezüchtet worden, weil sie niemand so gerne mag.
Dafür kann man sich bei allen Gemüsen von den Farben und dem Duft leiten lassen. Auch der Duft von Zwiebeln und Lauch ist irgendwie anziehend, oder? Bei den Kohlgewächsen, weiß ich nicht so recht. Doch da ist es wohl das Aussehen von Brokkoli, Blumenkohl, Rotkohl und Co das anziehend wirkt. „Sie sollten versuchen, die farbenfrohesten und aromatischten Lebensmittel zu essen“ schreibt Dr. Greger weiter.

Freie Radikale, Apfelspalten und ein bisschen Chemie

Warum? Weil je farbiger, desto mehr Antioxidantien. Neben den Vitaminen sind das die Flavonoide, darunter Anthocyane, also die Farbstoffe von Obst und Gemüse.

Flavonoide zählen zur Gruppe der sogenannten Polyphenole innerhalb der sekundären Pflanzenstoffe. Die Gruppe der Flavonoide wird unterteilt in Flavonole, Flavanole, Flavanone, Flavone, Anthocyane und Isoflavonoide. Flavonoide kommen ausschließlich in Pflanzen vor und sind für die rote, blaue, hellgelbe und violette Farbe bei vielen Obst- und Gemüsesorten verantwortlich (z.B. Äpfel, Kirschen, Zwiebel, Soja, schwarzer und grüner Tee). Flavonoide haben zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. Sie senken u.a. das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, regulieren den Blutdruck und beeinflussen das Immunsystem positiv. Quelle: Gesundheit.gv.at

Und auch Aromen sind Antioxidantien! Detox mit Antioxidantien sozusagen. Die Silbe „ox“ – was mit Oxygenium = Sauerstoff zu tun. Das Sauerstoffmolekül ist hochreaktiv möchte sich gerne mit allen freien Elektronen, die im Blut rumschwimmen verbinden und so zu einem Superoxid werden! Nur, um noch radikaler zu werden und sich auf alles zu stürzen, was in der Zelle rumschwimmt – auch auf die DNA, die Erbinformation. Dies kann dann im schlimmsten Falle zu Krebs ausarten. Doch zum Schutz davor haben wir die Antioxidantien aus Obst und Gemüse – diese fangen die Elektronen ab, bevor sie sich das Sauerstoffmolekül abgreift. Ein Beispiel für so eine Oxidation durch den Sauerstoff ist, wenn Apfelspalten braun werden. Und davor schützen wir sie, indem wir Zitronensaft darauf träufeln. Die Ascorbinsäure, das Vitamin C, ist hier das Antioxidans und verhindert die Oxidation, sozusagen das Rosten des Apfels.

Detox, was steckt dahinter?

Was steckt hinter dem Gesundheitstrend? „Detox“ bedeutet übersetzt Entgiften. Durch eine gesunde Ernährung mit viel Obst- und Gemüsesäften, Entspannungsübungen und Bädern sollen Schadstoffe und Gifte im Körper gebunden und ausgeschieden werden. Im Vergleich zu all der Biochemie in den vorherigen Kapiteln, fasse ich mich diesmal kurz, denn so richtig Ahnung davon habe ich (noch) nicht. Mehr dazu wenn ich bei Silke Püstow, einer Integrativen Ernährungsexpertin aus Hamburg (S-Balance), ihren kostenlosen informativen Online Kurs besucht habe. Bin gespannt. Was ist Detox und wie macht man das.

Grünes Chlorophyll und Rotes Blut

Einen interessanten Zusammenhang gibt es auch aus der mittelalterlichen Signaturenlehre, die auf den berühmten Paracelsus zurück geht und deren Anhängerin auch Hildegard von Bingen war. Da wurden Heilpflanzen ihrem Aussehen nach verschiedenen Körperregionen zugeordnet. Einfaches Beispiel, die herzförmigen Samen des Hirtentäschels sollen gut für das Blut und eben das Herz sein. Und da wir schon beim Blut sind, nach der Signaturenlehre entsprechen sich das Chlorophyll in den Blattadern der Pflanzen und das Blut in unseren Adern. Was ja irgendwie passt, wenn ich an die grünen Smoothies denke oder an die 9-Kräutersuppe, die im Frühjahr zur Entschlackung, der Entgiftung (Detox) und damit auch zur Blutreinigung beitragen.

PHO BO oder es gibt Suppe zum Frühstück?!

Und wie finde ich jetzt von Detox über Antioxidantien, vom bunten Obst und Gemüse den Übergang zu einem Rezept? EIN Rezept. Diesmal werde ich in meinem Blog mit über 100 Rezepten kramen und eins aus dem Archiv holen, das besonders gut passt. Mit Neuauflage natürlich.

Es wird die PHO GA sein, eine vietnamesische Hühnersuppe und nach dem Motto „Es gibt Suppe zum Frühstück!“ heißt die Neuauflage PHO BO, nach einem ähnlichen Rezept, nur mit zartem Rindfleisch, das noch rosagebraten ist. Dazu rote Chili, grüner Koriander, weiße Mungbohnenkeimlinge und brauner Sternanis. Kräuter, Gewürze, Gemüse und etwas Fleisch in fast allen Farben!

In Vietnam und vielen asiatischen Ländern ist es in der Tat üblich….. ich lese weiter in meinen beiden Lieblingen zur Vietnamesischen Küche: Dem Buch von Michael Langoth MEKONG FOOD und einem alten Kochbuch „So kocht VIETNAM“ aus dem Mosaik Verlag.
Ich beschließe, genug Text – zu Detox, Obst und Antioxidantien. Das Rezept zur Pho Bo gibt es dann im nächsten Blogbeitrag hier.

Wenn dir meine Arbeit gefällt, dann freue ich mich über einen Kommentar von dir oder einen freiwilligen finanziellen Beitrag zur Unterstützung meiner Arbeit, denn es steckt viel Herz💚 von mir in jedem Artikel.

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